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Erste Saisonniederlage in Schaffhausen

Bei Handball Stäfa passte im ersten Auswärtsspiel zu wenig zusammen, um Punkte aus Schaffhausen zu entführen. Die mit zwei Siegen in die Saison gestarteten Gelbschwarzen unterlagen den Kadetten Espoirs 28:33.

Trotz einer frühen Zeitstrafe gegen Schaffhausens Zoran Markovic sah sich Trainer Philip Seitle bereits nach sechs Minuten und einem 0:4-Rückstand zu einem ersten Time-out gezwungen. Die Stäfner hatten sich zwar durchaus Chancen herausgespielt, waren von den Aussenpositionen allerdings wiederholt an Espoirs-Goalie Noé Hottinger, der letztlich 19 Paraden totalisierte, gescheitert. Die Abschlussschwäche der Flügel fiel besonders ins Gewicht, weil die Gäste gegen den massierten Innenblock der Orangen um Nationalspieler Philip Novak lange kein Rezept fanden.

Weil Seitles Inputs kaum Früchte trugen, beorderte der Deutsche anderes Personal aufs Feld, änderte das Verteidigungssystem und liess schliesslich auch noch mit dem siebten Feldspieler angreifen. Bis fünf Minuten vor der Pause schlugen sich all diese Rochaden nicht auf der Anzeigetafel nieder – im Gegenteil: Die Kadetten Espoirs führten komfortabel 16:9. Doch dann liess sich Ramon Kusnandar nicht mehr bezwingen. Auch weil der 16-Jährige noch einen Penalty abwehrte, betrug das Handicap der Seebuben beim Seitenwechsel bloss noch zwei Tore.

Kein Rezept gefunden

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schienen die Nordostschweizer die Vorentscheidung herbeizuführen. Auf vier Tore hatten sich die Espoirs abgesetzt, als die Stäfner auch noch eine Zeitstrafe kassierten. Doch die Gäste erzielten in Unterzahl drei Treffer und schon lagen die Schaffhauser nur noch 21:19 vorne. Näher kamen die Stäfner in der Folge allerdings nicht mehr, zu oft scheiterten sie am Schaffhauser Abwehrbollwerk oder Goalie Hottinger.

«Nach dem verschlafenen Start war es schwierig. Die Schaffhauser haben ein starkes Team. Immer, wenn wir wieder etwas Auftrieb hatten, begingen wir dumme Fehler», sagte Assistenztrainer Mike Felder, der zu seinem 27. Geburtstag keine Punkte geschenkt bekam.

NLB: Kadetten Espoirs SH - Handball Stäfa 33:28 (16:9)
BBC-Arena. 85 Zuschauer. SR: Feld/Müller. – Torfolge: 4:0, 5:2, 7:2, 7:4, 12:5, 14:9, 16:9 (25.), 16:14; 18:14, 20:16, 21:19, 26:21, 28:24, 30:24, 31:28, 33:28. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen die Kadetten Espoirs, 4-mal 2 Minuten gegen Stäfa. – Kadetten Espoirs: Hottinger (19 Paraden/1 Tor)/Schaffhauser (1); Matzken (4), Waldvogel (4), Ilic, Lanz (4), Ramic, Benjamin Zehnder (3), Novak (7), Bührer (1), Sadok Ben Romdhane (4/1), Rilak, Nicolas Markovic, Zoran Markovic, Mirdita (4), Hirt (1). – Stäfa: Murbach (0 Paraden)/Kusnandar (6)/Frei (1); Kägi (1), Bächtiger (4), Ardielli, (5), Müller (6/1), Linus von Dach (1), Vernier (1), Nishida, Honegger (2), Jørgensen (1), Zeller (1), Rinderknecht (2), Zimmermann (1), Barth (3). – Bemerkungen: Stäfa ohne Maag und Schwander (beide verletzt). Time-outs: Kadetten Espoirs (26./16:10); Stäfa (7./4:0). 25. Schaffhauser hält Penalty von Ardielli (16:9). 30. Kusnandar hält Penalty von Sadok Ben Romdhane (16:14). 60. Hottinger hält Penalty von Müller (32:28).

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